Die vorteile von mechanischen Uhrwerken in einer digitalen Welt

24 May 10:49 am

Wenn Sie sich neuere Uhren aus dem unteren bis mittleren Preissegment ansehen, so sind diese meistens mit einem batterie- oder solarbetriebenen Quarzuhrwerk ausgestattet. Bei älteren Armband- und Taschenuhren sowie den Luxusuhren bekannter Uhrenhersteller finden Sie dagegen klassische mechanische Uhrwerke. Das diese Hersteller, bei der Fertigung ihrer hochwertigen Uhren, auf traditionelle Handwerkskunst setzen ist nicht verwunderlich, denn ein mechanisches Uhrwerk besitzt gegenüber seinem elektronischen Pendant einige Vorteile.

Meisterhafte Handwerkskunst für ein langes Uhrenleben

Hochwertige mechanische Uhrwerke sind ein herausragendes Stück Handwerkskunst. Diese komplexen Uhrwerke bestehen in der Regel aus über 100 Kleinteilen wie Schrauben, Zahnrädern und Federn. Ihre hoch entwickelte Mechanik wird in reiner Handarbeit von erfahrenen Uhrmachern zusammengesetzt, die über ein langjähriges Fachwissen verfügen. Hieraus ergibt sich auch einer der größten Vorteile von mechanischen Uhrwerken. Da sie ohne elektronische Bauteile auskommen, die vielleicht irgendwann einmal nicht mehr lieferbar sind, kann eine mechanische Uhr jederzeit von einem guten Uhrmacher vollständig zerlegt und wieder zusammengesetzt werden. Auf diese Weise lässt sich das Feinöl an den Zapfen und Lagern leicht entfernen, welches nach langem Tragen häufig zum Verharzen neigt. Anschließend kann der Uhrmacher das Uhrwerk wieder neu montieren und regulieren, wodurch die Uhr dann wieder wie am ersten Tag Ihren Dienst verrichtet. Auf diese Weise kann eine gut gewartete mechanische Uhr über Generationen funktionsfähig bleiben, ohne dass Schäden oder Verschleiß am Werk entstehen.

Auch ohne Strom immer die richtige Zeit

Die lange Haltbarkeit ist aber nicht der einzige Vorteil von mechanischen Uhrwerken. Durch die Mechanik benötigen diese Uhrwerke keine umweltbelastenden Batterien. Das Räderwerk wird durch eine spiralförmige Feder mit Energie versorgt, die manuell über eine Krone aufgezogen wird oder sich bei einer Automatikuhr selbstständig durch die natürliche Bewegung des Arms aufzieht. Die so gespeicherte Energie läuft dann über ein kompliziertes System aus Hemmungen und Rädern, um eine möglichst gleichmäßige Bewegung zu gewährleisten. Sofern das Uhrwerk komplett aufgezogen wird, läuft eine mechanische Uhr dann bis zu 48 Stunden ohne weiteres Eingreifen. Allerdings muss auch das präziseste Uhrwerk regelmäßig nachgestellt werden, damit es nicht zu einer Gangabweichung kommt. Dank der einfachen Handhabung einer mechanischen Uhr lässt sich dies aber schnell und problemlos erledigen.

Handwerkskunst die begeistert

In Sachen Laufzeit, Genauigkeit und Wartungsaufwand unterliegt die mechanische Uhr zwar einem modernen Quarzuhrwerk, überzeugt dagegen aber mit ihrem nostalgischen Flair und der Begeisterung für die herausragende Handwerkskunst. Denn wer kann sich schon der Faszination der vielen kleinen Triebe und Räder entziehen, die bei guter Pflege auch noch in mehreren Jahrzehnten pflichtbewusst Ihren Dienst verrichten werden.

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