Wer seine Uhr pflegt, hat länger Freude an ihr

17 Sep 10:00 am

Wir Menschen legen auf ein gepflegtes Äußeres wert, unsere Kleidung waschen wir regelmäßig und uns selbst natürlich auch, aber wie sieht es mit unseren Armbanduhren aus? Auch sie freuen sich über ein bisschen Aufmerksamkeit und danken es uns mit einem langen Leben.

Das Material spielt für die richtige Pflege eine wichtige Rolle. Für das Entfernen von Verschmutzungen verwendet man ein leicht angefeuchtetes Tuch. Auf Reinigungsmittel sollte man unbedingt verzichten. Besonders wasserdichte Uhren reagieren auf diese empfindlich. Sie können die an der Uhr vorhandenen Dichtungsringe angreifen und undicht werden lassen.

Bei Lederbändern gilt es, die Nutzung von Seife und Chemikalien zu vermeiden. Des weiteren verträgt Leder kein fließendes Wasser. Es können sich Farbänderungen ergeben oder Ränder bilden. Ist das Band ausdrücklich als wasserfest ausgewiesen, darf es unter den Wasserhahn gehalten werden. Lederbänder halten bei einer täglichen Verwendung ungefähr ein bis zwei Jahre. Dann sollten sie ausgetauscht werden, auch aus hygienischen Gründen.

Kratzer auf dem Uhrenglas sind meist oberflächlich und durch Abrieb entstanden. Häufig lassen sie sich mit einem handelsüblichen Radiergummi problemlos entfernen. Uhren mit Mineralglas können Kratzer normalerweise nichts anhaben. Noch unempfindlicher sind Saphirgläser. Sie sind so hart, dass man ihnen nur mit einem Diamanten Schaden zufügen kann.

Der Aufbewahrungsort hat gleichfalls einen großen Einfluss auf die Lebensdauer der Uhr. Eine spezielle Uhrenkiste ist ideal. Sie bietet eine staubfreie und trockene Umgebung. Werden mehrere Uhren zusammen aufbewahrt, achtet man darauf, dass die Uhrengehäuse nicht aneinander scheuern oder reiben. Zeiger und Ziffernblatt sind gegen Licht und Sonneneinstrahlung empfindlich. Daher sollten sie davor geschützt werden.

Auf Dauer können Schmutz und die Fettsäuren aus der Haut der Uhr schaden. Wird die Armbanduhr längere Zeit nicht benötigt, wischt man sie vor dem Weglegen mit einem weichen Tuch ab. Besitzt man eine Automatikuhr, empfiehlt sich während der Nichtbenutzung der Einsatz eines Uhrenbewegers. Er hält den Rotor in Schwung.

Wie wir Menschen regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen zum Arzt gehen, sollten wir auch unsere Uhr regelmäßig beim Uhrmacher zur Wartung vorstellen, zumindest wenn es sich um eine Automatikuhr oder eine mechanische Uhr handelt. Wasserdichte Uhren werden dabei zum Beispiel auf ihre Wasserdichte geprüft. Außerdem wird die Uhr auseinandergenommen und die Teile, bei denen es möglich ist, werden in einem Ultraschallgerät gereinigt.

Bildquelle: Harry Hautumm / Pixelio