Das Deutsche Uhrenmuseum widmet sich der Geschichte der Uhr

11 Oct 10:00 am

Die Uhr begleitet den Menschen bereits seit Jahrtausenden. Die ersten Uhren waren die Sonnenuhren. Sie zeigten nur die ungefähre Zeit an, aber die Menschen des Altertums waren damit zufrieden. Sie lebten hauptsächlich im Einklang mit der Natur und orientierten sich an den Himmelsgestirnen. Im Laufe der Jahrtausende wurde die Uhr immer komplexer. Ihre Geschichte kann man im Deutschen Uhrenmuseum noch einmal Revue passieren lassen und zwar von der Sonnenuhr bis zur Atomuhr. Zu finden ist das Museum in Furtwangen in Baden-Württemberg. Es ist ein Teil der Hochschule Furtwangen.

Seit 2010 läuft im Deutschen Uhrenmuseum eine Dauerausstellung zu den Themen die Zeitvorstellung in der abendländischen Kultur und die Entwicklung der Uhr. Zu sehen sind auf rund 1.400 Quadratmetern insgesamt 8.000 Exponate, über 1.000 von ihnen sind dauerhaft ausgestellt.

Ein Dauerschwerpunkt ist zum Beispiel die industrielle und handwerkliche Uhrenproduktion im Schwarzwald. Darunter befinden sich zahlreiche Kuckucksuhren. Die Sammlung reicht vom Exemplar aus dem frühen 18. Jahrhundert bis zum heutigen Modell, welches das typische Souvenir aus der Region darstellt.

Durch das Deutsche Uhrenmuseum läuft man nicht einfach und schaut sich die Ausstellungsstücke an, das Museum ist interaktiv, die Geschichte der Uhr wird wieder lebendig und lässt sich hautnah erleben. Ungefähr ein Drittel der Besucher melden sich zu einer persönlichen Führung an. Dabei werden extra für sie Uhren in Gang gesetzt. Während der Ferienzeiten sind Kinder in der sogenannten Uhrenwerkstatt herzlich willkommen. Dort können sie sich eine eigene Uhr gestalten und bauen. Schulklassen können an Themen-Workshops teilnehmen, die in Modulen angeboten werden. Zum Teil sind diese sogar auf den Bildungsplan abgestimmt.

Die Geschichte des Deutschen Uhrenmuseums begann im Jahre 1852. Der Direktor der Großherzoglich Badischen Uhrmacherschule in Furtwangen fing damals an, alte Uhren zu sammeln. Sechs Jahre später zeigte man die Sammlung erstmals öffentlich anlässlich der Schwarzwälder Industrieausstellung, die in Villingen stattfand. Ab 1874 gab es eine Dauerausstellung in der neu gebauten Gewerbehalle. 1925 umfasste die Sammlung bereits über 1.000 Objekte. Im Jahre 1978 wurde die bis dahin „Historische Uhrensammlung“ genannte Sammlung in „Deutsches Uhrenmuseum“ umgetauft. Der aktuelle Museumsbau wurde 1992 eingeweiht.

Das Deutsche Uhrenmuseum ist ein Ausflugsziel für die ganze Familie. Dort kann man viele erlebnisreiche Stunden verbringen.

Bildquelle: Erika Hartmann / Pixelio