Zeitmesser oder Armbandcomputer

23 Nov 10:00 am

Fundierte Übermittlungen der Zeitmessung sind schon von 3000 v. Chr. bekannt. Damals gängige Methoden waren die Sonnenuhren, Wasser- und Sanduhren sowie Kerzen- und Räucherstäbchenuhren. Bereits bei diesen vorchristlichen Chronometern wurde versucht, die reine Zeitmessung durch Zusatzfunktionen zu verbessern.

So wurden beispielsweise an waagrecht abbrennenden Räucherstäbchen Kugeln fixiert, die beim Erreichen der Befestigung abfielen. Durch das Auftreffen der Kugel auf einer Metallschale wurden Geräusche erzeugt und der erste Wecker war somit erfunden. Periodische Wiederholungen stellten ein Stundensignal dar. Die Benutzer konnten sich dadurch die Zeit einteilen, ohne ständig auf die Uhr sehen zu müssen. Der Einsatz der Mechanik ermöglichte die ersten Spielereien. Figuren, die zur vollen Stunde hervortraten, sich im Kreis drehten und wieder verschwanden wurden bereits 500 nach Christus durch Flaschenzüge realisiert. Die uns bekannte Armbanduhr gewann durch den Piloten Santos-Dumont und durch das Militär an Bedeutung. Auch die Vielseitigkeit des Zeitmessers wurde erweitert. Zusätzliche Funktionen wie Höhenmesser, Kompass und dergleichen wurden bei Offiziersuhren zur Serienreife entwickelt. Die Ära der Digitaluhren brachte etliche technische Finessen mit sich. Moderne, multifunktionelle Armbanduhren wurden mit Taschenrechnern, Datenbanken, Pulsmessern, Kameras, TV-Empfang und vieles mehr ausgestattet.

Im Zeitalter der intelligenten Technologie vernetzen einige Hersteller ihre Armbanduhren mit Smartphones. Über eine Bluetoothverbindung können E-Mails und SMS-Nachrichten abgerufen werden. Auch Social-Networks-Einträge und GPS-gestützte Daten können mit Hightechuhren empfangen werden. Die Kompatibilität soll stetig erweitert werden, um weitere Apps unterstützen zu können. Die Steuerung von Rollläden, Hausbeleuchtung oder Kfz-Vorheizungen sind nur einige Visionen. Diese Uhren sind sowohl mit Zeigern und kleinem Display, wie auch komplett in digital erhältlich.

Technikfreaks werden die Neuerungen kaum mehr erwarten können, wogegen sich rustikalere Gemüter nach dem Sinn der Aufrüstung fragen. Wie bei allen Modernisierungen ist es natürlich Geschmackssache, allerdings sind die Vorteile nicht von der Hand zu weisen. Wer wurde nicht schon in der vollgestopften U-Bahn angerempelt und hätte beinahe sein Smartphone fallen gelassen? Abgesehen von dem Schaden an dem Gerät ist es auch äußerst lästig, zwischen den Beinen der Passanten nach dem Handy herumzutasten.

Bildquelle: Claudia Hautumm / Pixelio

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