Was ist Zeit?

20 Feb 10:00 am

Die Zeit und ihr Verstreichen hat den Menschen seit jeher fasziniert. Denn, wie viel Zeit verstreicht, nimmt jeder Mensch höchst unterschiedlich wahr. Deshalb gab es schon sehr früh Versuche, den Lauf der Zeit objektiv zu messen.

Für Naturwissenschaftler wie Physiker ist das Phänomen Zeit relativ leicht zu erklären, wobei sich die Zeit bislang einer exakten wissenschaftlichen Beschreibung entzieht. Zumindest schreitet sie von der Vergangenheit kommend unumkehrbar in die Zukunft und lässt sich dabei auch exakt messen. Diesem bekannten Zeitmodell hat jedoch Albert Einstein mit seiner Relativitätstheorie einen Strich durch die Rechnung gemacht. Denn für Beobachter, die sich relativ zueinander bewegen, verstreicht die Zeit unterschiedlich. Das bedeutet: Die Zeit ist keine fixe Größe, sondern variiert. Die modernen Physiker gehen davon aus, dass mit dem Urknall nicht nur Materie geschaffen wurde, sondern auch Raum und Zeit entstanden.

Geisteswissenschaftler wie Philosophen dagegen beschäftigen sich mit dem Wesen der Zeit und berühren mit dieser Fragestellung auch grundsätzliche weltanschauliche Punkte. Die Psychologie unterscheidet zwischen dem Zeitgefühl und der Zeitwahrnehmung.

Die Zeitwahrnehmung hängt dabei von zahlreichen subjektiven Faktoren ab. So ist es für die Zeitwahrnehmung ein fundamentaler Unterschied, ob in einer gewissen Zeitspanne nichts passiert oder ob sich die Ereignisse überschlagen. In diesem Fall scheint die Zeit wie im Flug zu vergehen. In der Rückschau scheint es dagegen genau andersrum zu sein: Je mehr Ereignisse in einem bestimmten Zeitraum geschehen sind, umso länger erscheint die verstrichene Zeitspanne in der Rückschau gewesen zu sein.

Nicht zuletzt bietet die Zeit und ihre Phänomene grenzenlosen Stoff für fantastische Autoren. Ein beliebter und oft kopierter Stoff ist beispielsweise das Motiv der Zeitreise. Die Zeitmaschine führt die Reisenden entweder in eine weit entfernte Zukunft, die meist ganz anders aussieht, als sie erwarten. Oder aber die Zeitreisenden kehren in längst vergangene Jahrzehnte zurück, oft um Fehler, die sie in der Vergangenheit gemacht haben, nachträglich auszumerzen.

Bildquelle: Danilo Lindner/ Pixelio

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