Für extreme Situationen: die Taucheruhr

31 Jan 10:00 am

Tauchen ist ein nicht ganz ungefährliches Freizeitvergnügen, das sich immer größerer Beliebtheit erfreut. Die größte Gefahr besteht darin, dass der Taucher die Zeit vergisst und der Sauerstoff zu knapp wird. Bis in den 1990er Jahren moderne Tauchcomputer dabei halfen, die Tauchgänge zu planen, war deshalb die Taucheruhr ein unverzichtbares Accessoire für jeden Taucher. Von vielen Tauchsportlern werden sie aber nach wie vor geschätzt. Zum einen gelten sie als modisches Accessoire und Luxusobjekt, zum anderen wird sie genutzt, falls der Tauchcomputer im Einsatz seinen Dienst versagen sollte.

Bei der Taucheruhr handelt es sich um eine druckresistente und wasserdichte Uhr, die ihre Dienste bis zu einer Wassertiefe von mindestens 200 Metern zuverlässig erfüllt. Damit der Taucher seine Tauchzeit zuverlässig messen kann, ist sie mit einer Lünette, einem drehbaren Ring, ausgestattet. Mit dieser markiert der Taucher die Zeit, zu welcher er unter Wasser gegangen kann.

Bei diesem Bauteil ist ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor eingebaut: Die Lünette lässt sich nur gegen den Uhrzeigersinn drehen. Sollte der Taucher sie unter Wasser versehentlich verstellen, hat er sogar noch einen zusätzlichen Sicherheitspuffer.

Taucheruhren, die in Deutschland angeboten werden, müssen den Kriterien der DIN 8306 erfüllen. Dazu gehören folgende Punkte: Die Wasserdichtheit muss geprüft sein. Uhrzeit und die gewählte Tauchzeit müssen auch bei Dunkelheit aus einer Entfernung von 25 Zentimetern klar abgelesen werden können. Zudem müssen sie die Möglichkeit bieten, vor dem Tauchgang eine bestimmte Zeitspanne auszuwählen. Das kann entweder mit einer Lünette oder einem Timer erfolgen.

Die wichtigste Funktion für die Taucher besteht bei der Taucheruhr darin, die Dekompressionszeiten zu überwachen. Diese einzuhalten ist für die Taucher extrem wichtig, weil sich der Körper nur langsam von den höheren Druckverhältnissen, die in der Tiefe herrschen, an den geringeren Druck an der Wasseroberfläche anpasst. Vor allem für die Gesundheit der inneren Organe wie der Lunge ist diese Dekompression wichtig.

Bildquelle: Thomas Klauer/ Pixelio

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