Ein Highlight: Das Deutsche Uhrenmuseum

16 Feb 10:00 am

Zu den besonderen Highlights unter den Sehenswürdigkeiten der baden-württembergischen Stadt Furtwangen gehört das Deutsche Uhrenmuseum. Diese Einrichtung gehört der Hochschule an und widmet sich vor allem der Geschichte der Zeitmessung. Natürlich bildet die Uhrenherstellung im Schwarzwald mit einer Sammlung von Kuckucksuhren aus dem 18. Jahrhundert unter anderem einen Schwerpunkt der Ausstellung. Bei einer persönlichen Führung werden die Uhren vor den Gästen in Gang gesetzt. Und Kinder können in der Museumswerkstatt sogar eine eigene Uhr bauen.

Die Geschichte des Deutschen Uhrenmuseums reicht bis 1852 zurück. Damals begann Robert Gerwig, der die örtliche Uhrmacherschule leitete, damit, alte Uhren zu sammeln. Er sah sie als Zeugen der traditionellen Handwerkskunst. Die Uhren wurden ab 1874 in der Gewerbehalle ausgestellt. Seit 1992 ist die Sammlung im neuen Gebäude im Herzen der Stadt zu sehen.

Nicht nur die Entwicklung der Uhren, sondern auch die Zeitvorstellung im Abendland wird auf einer Fläche von 1.400 Quadratmetern gezeigt. Dabei steht nicht nur der technische Fortschritt und die Verbesserung der Genauigkeit im Vordergrund. Dargestellt wird auch die Bedeutung der Uhren in der jeweiligen Zeit. Gezeigt wird mit verschiedenen Objekten die Geschichte der Uhr, des weiteren werden Schwarzwälder Holzuhren und die Uhrenindustrie aus dem Schwarzwald präsentiert. Taschen- und Armbanduhren sind eigene Abteilungen gewidmet.

Zu den Exponaten in der historischen Sammlung zählen etwa die astronomische Kalenderuhr von Thaddäus Rinderle, seines Zeichens Benediktinermönch und Mathematikprofessor, ein kopernikanisches Planetarium sowie eine Globenuhr, die von Philipp Matthäus Hahn angefertigt wurde.

Auch die Entwicklung der Taschenuhren, die im 16. und 17. Jahrhundert in erster Linie als kostbares Schmuckstück getragen wurden, wird dokumentiert. Erst im 19. Jahrhundert wurden sie so günstig, dass sich auch einfache Bürger diese leisten konnten. Wegen ihrer großen Verbreitung dürfen Taschenuhren als Vorläufer der Armbanduhren gelten. Diese wurden ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts getragen. In der Herstellung wurden Taschenuhren umgebaut und mit einem Armband ausgestattet.

Bildquelle: Rainer Sturm/ Pixelio

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