Die Schweiz: das Uhrenland

15 Nov 10:00 am

Denkt man an qualitativ hochwertige und luxuriöse Uhren, kommt einem unweigerlich die Schweiz in den Sinn. Denn obwohl die Konkurrenz auch auf dem Uhrenmarkt inzwischen groß ist und qualitativ gute Uhren auch für einen günstigen Preis erhältlich sind. Doch im Bereich der hochwertigen Luxusuhren bleibt die Schweiz unerreicht. Und das entspricht auch dem allgemeinen Trend der Schweizer Industrie. Denn der Anteil der industriellen Produktion am Bruttoinlandsprodukt in der Schweiz ist seit 1970 von 30 Prozent auf etwa 22 Prozent zurückgegangen. Auch andere Unternehmen haben sich dabei vor allem auf hochwertige Güter spezialisiert, beispielsweise Präzisionsinstrumente oder Medizintechnik.

Als wichtigster wirtschaftlicher Partner der Schweiz gilt Deutschland, wohin rund 20 Prozent aller Exporte fließen. Umgekehrt suchen vor allem deutsche Anleger den Weg in die Schweiz. Denn das Bankwesen gilt in der Schweiz als eine der tragenden Säulen der Wirtschaft.

Faszinierend ist auch die Geschichte des Landes, dessen 26 Kantone etwa vergleichbar mit den deutschen Bundesländern sind und die großen Einfluss auf der politischen Bühne haben. Die heutige Schweiz geht auf das Mittelalter zurück, als sich nach dem Tod des deutschen Königs die drei Kantone Schwyz, Uri und Unterwalden zusammenschlossen. Sie wollten damals die Herrschaft der lokalen Herrscher absichern und sich vor den Unwägbarkeiten, die mit der Wahl des nächsten deutschen Königs absehbar waren, absichern. Und in den folgenden Jahrzehnten und Jahrhunderten gab es auch immer wieder Konflikte zwischen Schweizern und dem habsburgischen Herrscherhaus.

Legendär ist außerdem die schweizer Neutralität. Diese geht auf den 30jährigen Krieg zurück. Die immerwährende Neutralität der Schweiz wurde 1647 beschlossen, und in den folgenden Jahrhunderten hielt sich die Schweiz auch aus den kriegerischen Auseinandersetzungen ihrer Nachbarn heraus. Trotz der Neutralität wurde eine Armee beibehalten, um sich gegen Überfälle wehren zu können. Das bekannteste militärische Aushängeschild der Schweiz ist die Schweizer Garde, die traditionell dem Papst als Leibwache dient.

Bildquelle: Katharina Wieland Müller / Pixelio

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