Die Quarzuhr: ein Erfolgsmodell

23 Jan 5:34 pm

Gut, günstig und zuverlässig sind die Eigenschaften, welche die Quarzuhr vor allem in den 1980er Jahren die Herzen der Uhrenfans erobern ließ. Allerdings ist die Quarzuhr sehr viel älter, als viele Uhrenfans meinen.

Die erste Quarzuhr entwickelte H.M. Datourian nämlich bereits 1919, nachdem im Jahr zuvor Paul Langevin erfolgreiche Ultraschall-Experimente mit Schwingquarzen durchgeführt hatte. Doch dieser erste Versuch entpuppte sich, ebenso wie zehn Jahre später das Modell von Warren Alvin Marrison als unzuverlässiger als die damaligen mechanischen Uhren.

Ein technischer Durchbruch gelang den beiden deutschen Physikern Adolf Scheibe und Udo Adelsberger. Mit ihrer Quarzuhr konnten sie sogar nachweisen, dass sich die Umlaufzeit der Erde mit den Jahreszeiten verändert. Wenige Jahre später gingen Quarzuhren in die Serienreife – sie hatten allerdings Schrankgröße und funktionierten mit Elektronenröhren. Einen Quantensprung erlebte die Technik allerdings ab den 1970er Jahren, als die Technik immer weniger Platz benötigte.

Das Herz der Quarz ist ein Uhrenquarz, dessen Taktung die Zeitmessung ermöglicht. Um die Resonanzfrequenz des sehr harten Quarzes zu erhöhen, haben Uhrenquarze die Form einer Stimmgabel. Die vom Quarz erzeugten Schwingungen treiben einen Uhrschwinger an. Anschließend wird die Zeit elektronisch auf eine Leuchtdiode oder einen Flüssigkristallschirm übertragen. Bei den meisten Quarzuhren liefert eine Batterie oder ein Akku die notwendige Energie. Möglich ist die Energieversorgung aber auch durch Kondensatoren, die oft von Solarzellen gespeist werden, die auf dem Zifferblatt angebracht sind.

Von der Genauigkeit her haben Quarzuhren lange Zeit Maßstäbe gesetzt. In der Regel weichen sie von der Genauigkeit her innerhalb eines Monats um maximal 30 Sekunden. Deshalb muss auch eine Quarzuhr im Laufe der Zeit immer wieder mit einer genaueren Uhr synchronisiert werden.

Die Abweichungen lassen sich allerdings minimieren. Beispielsweise funktionieren Quarzuhren bei konstanten Temperaturen am besten. Hilfreich ist es auch, wenn sie mit einer Funkuhr verbunden sind oder regelmäßig über das Internet synchronisiert werden.

Bildquelle: Rainer Sturm/pixelio

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