Die BENU Tourbillon aus dem Hause Großmann

04 Dec 9:06 am
BENU Tourbillon Glashütte

BENU Tourbillon ist der Name eines neuen Chronometers aus dem Hause Moritz Großmann. Für alle Unkundigen des Uhrenwissens klingt das zunächst wie das neueste Modells eines jungen Uhrmachers. Das Sensationelle an dieser Uhr allerdings ist eher die Besinnung auf die Traditionen des Handwerks. Unter dem Namen Moritz Großmann gründete die gelernte Uhrmacherin Christine Hutter 2008 mit Unterstützung von Investoren die Firma Großmann-Uhren GmbH. Moritz Großmann war ein Ende des 19. Jahrhunderts in Glashütte ansässiger Uhrmacher mit großem sozialen Engagement. Er gründete in Glashütte eine Uhrmacherschule, die zusammen mit der Ansiedlung namhafter Uhrmacher zum Weltruf des Standortes Glashütte in der Uhrenfabrikation führte. Die Uhren aus Glashütte zeichneten sich immer durch besondere handwerkliche Perfektion aus.

Benu Tourbillon – die Wiederkehr der Tradition

Benu ist der Name eines sagenumwobenen Vogels aus der altägyptischen Mythologie. Im Zusammenhang mit Tod und Auferstehung, mit untergehendem Tag und neuem Sonnenaufgang symbolisiert er Untergang und Wiederkehr. Tourbillon ist das französische Wort für Wirbelwind und bezeichnet in der Uhrmacherbranche eine ebenso aufwendige wie hochpräzise Technik als Antrieb für eine Uhr. Das Tourbillon gleicht Ungenauigkeiten im Gang von Armbanduhren und Taschenuhren mithilfe der Schwerkraft aus. Die komplizierte Mechanik wurde zum ersten Mal vom französischen Uhrmacher Louis Breguet entwickelt und 1801 zum Patent angemeldet. Seither haben zahlreiche berühmte Uhrmacher das Tourbillon weiter entwickelt. Das fliegende Tourbillon, das Doppelachs-Tourbillon und das Triple-Achs-Tourbillon wurden zum internationalen Goldstandard in der Uhrmacherbranche. Nur die besten Meister der Branche wagen sich an die komplizierte Konstruktion. Nachahmer lassen Armbanduhren im Tourbillon-Style bauen, um die faszinierende Technik vorzuspiegeln. Echte Tourbillon-Uhren sind wegen der aufwendigen und präzisen Mechanik immer im oberen Preissegment zu finden. Die erst vor wenigen Tagen der Öffentlichkeit präsentierte BENU Tourbillon ist also die Wiederkehr eines traditionsreichen mechanischen Kunstwerkes, wiederbelebt von einer jungen Firma mit dem Namen eines berühmten Uhrmachers. Der Markenname ist so beziehungsvoll, wie das Produkt.

Die Mechanik

Automatik Uhrwerk der BENU Tourbillon

Eine Tourbillon-Uhr abzulesen erfordert schon ein wenig Übung. Die Optik der Zeiger entspricht nicht immer unserer Sehgewohnheit. Das Herzstück der Uhr ist ein sogenanntes Drei-Minuten-Tourbillon nach Alfred Helwig. Ein Ausschnitt im unteren Teil des Ziffernblattes macht das Tourbillon sichtbar. Darüber liegen zwei dezentral angeordnete Hilfszifferblätter mit der Sekunden- und Stundenanzeige. Die Zeiger sind zart und in leichtem Schwung zum Ende spitz auslaufend. Ein Design, welches im 19. Jahrhundert typisch für hochwertige Armbanduhren und Taschenuhren war. Mit der BENU Tourbillon ist dem Hause Großmann eine großartige Kombination aus traditioneller Optik, edlen Materialien und anspruchsvoller Mechanik gelungen. Die Schönheit und Präzision der Uhr begeistert Sammler und Liebhaber. Allein für die zweifache Minutenanzeige, den Sekundenstopp mit Haarpinsel und die v-förmige Unruhbrücke im fliegend gelagerten Tourbillonkäfig wurden drei neue Patente angemeldet.

Hochwertig und einzigartig

Ästhetik und Feinmechanik sind eine Verbindung eingegangen, die das Herz eines Uhrensammlers höher schlagen lässt. Dafür ist die in Handarbeit hergestellte Spitzenuhr auch klar ein Produkt mit Spitzenpreis. Auf 800 Stück weltweit ist die Anzahl limitiert. Kopien sind nicht zu befürchten, weil die Mechanik so viel handwerklichen Aufwand erfordert, dass sie kaum zu kopieren ist. Das darf der glückliche Besitzer bei einem Preis von 168.000,00 Euro pro Stück allerdings auch erwarten.

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