Deutsches Uhrenmuseum in Furtwangen im

22 Feb 2:58 pm

Im Deutschen Uhrenmuseum in Furtwangen im Schwarzwald weiß man definitiv, was die Stunde schlägt. Der Besucher erlebt hier nicht nur eine spannende Reise durch die Zeitgeschichte, sondern auch die Entwicklung einer kunstvollen Technik. Uhren sind das Produkt einer filigranen Handwerkskunst und diese wird allen Interessierten eindrucksvoll näher gebracht.

Ein beeindruckender Bestand

Die Sammlung des Deutschen Uhrenmuseums umfasst rund 8000 Objekte, von denen rund 1000-1300 Uhren dauerhaft ausgestellt sind, sowie eine umfassende Fachbibliothek. Neben den bekanntesten Zeitmessern tauchen auch außergewöhnliche Stücke auf, die bestaunt werden können. In der Heimat der Kuckucksuhren ist es nicht verwunderlich, dass das Museum auch entsprechende Exponate beherbergt. Von edel bis skurril ist hier alles zu finden, von der Sonnen- bis zur Atomuhr, so heißt es. Die ausgestellten Objekte werden regelmäßig durch neue eingetauscht oder ergänzt. So bleibt die Dauerausstellung immer abwechslungsreich.

Das Museum ist einer der wichtigsten touristischen Anlaufpunkte in der Schwarzwaldregion mit einer jährliche mehrere zehntausend umfassende Besucherzahl. Die Kunst des Uhrenhandwerks wird hier mit der Entwicklungsgeschichte der Region verknüpft, was den Reiz dieser Institution ausmacht.
Es ist das ganze Jahr über geöffnet. Jährlich finden Sonderausstellungen und täglich Führungen statt. Bei diesen werden die Ausstellungsstücke vorgestellt und teilweise vorgeführt.
In der hauseigenen Uhrenwerkstatt können Kinder aktiv werden und nach dem Rundgang durch das Museum ihre eigene Uhr herstellen. Natürlich unter professioneller Anleitung aber mit viel Raum für eigene Ideen.

Die Uhrmacherei des Schwarzwaldes

Die Uhren, die im Deutschen Uhrenmuseum gezeigt werden, sind Teil einer langen Tradition der Uhrmacherei in der Region des Schwarzwaldes. Die Produktion nahm bereits im 17. Jahrhundert ihren Anfang. Aus einer Nebenbeschäftigung, der Herstellung der Uhren aus Holz, entwickelte sich ein neuer Industriezweig. Trotz der industriellen Revolution werden die berühmten Kuckucksuhren heute noch zum größten Teil von Hand gefertigt und ihre Trägerplatten bestehen nach wie vor aus Holz. Obwohl in der Region unterschiedliche Uhrentypen produziert werden, ist die Kuckucksuhr noch immer die populärste.

Die sogenannte Deutsche Uhrenstraße verbindet heute Fertigungsstätten und Museum im Schwarzwald miteinander. Diese Route umfasst stolze 270 Kilometer und bietet viele Möglichkeiten das traditionelle Handwerk kennenzulernen.
Wenn Sie sich näher für das Uhrenhandwerk und seine Geschichte interessieren, dann sei Ihnen auch das Deutsche Uhrenmuseum Glashütte in Sachsen ans Herz gelegt. Unter dem Motto “Faszination Zeit-Zeit erleben” werden nach einem ähnlichen Konzept wie im Schwarzwaldmuseum die Exponate präsentiert.
Bildquelle: © franksteiner/ Flickr.com

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